Controlling

 

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Warum Controlling?

 

Unter Controlling versteht man nicht "Kontrolle", wie meistens vermutet wird, wenn man den englischen Begriff direkt übersetzt. Controlling bedeutet, ganzheitliche Steuerung eines Unternehmens. Controlling liefert Ihnen wichtige Unternehmensdaten für Ihre Entscheidungen und damit zum erfolgreichen Führen des Unternehmens.

Jedes gut geführte Unternehmen sollte sich Ziele setzen, Strategien und Methoden zur Umsetzung dieser Ziele entwickeln und natürlich auch das Erreichen dieser Ziele überwachen.

Wir befinden uns im Wandel von einer Industrie- zu einer Informationsgesellschaft. Dabei wird Wissen in den Unternehmen zu einer zentralen Ressource, die planend und kontrollierend gesteuert werden muss. Die Rolle des Controllers wandelt sich vom "Kostensenker" zum internen Berater.

Leider gibt es einer Studie zufolge in nur 50% der Unternehmen, in denen der Eigentümer die oberste Leitung hat, spezialisierte Mitarbeiter für das Controlling. In größeren, von Managern geführten mittelständischen Unternehmen sind es fast 90%, die diese wichtige Aufgabe delegieren.

Die in allen Unternehmen vorhandene Standard-BWA ist nicht ausreichend zur Unternehmenssteuerung im laufenden Geschäftsjahr. Selbst wenn Lagerbestandsveränderungen und Abschreibungen berücksichtigt werden (was in kleinen Unternehmen parktisch nicht der Fall ist), sind Aussagen nur zum Gesamtergebnis möglich.

Gerade in schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, diejenigen Kunden und Produkte zu identifizieren, die dem Unternehmen nicht nur Umsätze, sondern auch Erträge bringen. Andererseits gilt es, Aufträge, Produkte und Kunden auszusondern, die Ihnen womöglich nur Verluste bescheren und damit Ihr Unternehmen zusätzlich schwächen.

  

Liquiditätsplanung

 

Die Liquiditätsplanung ist für jedes Unternehmen ein absolutes MUSS! Von der Liquidität hängt der Fortbestand Ihres Unternehmns ab.

Stellen Sie die voraussichtlichen Einahmen und Ausgaben für die kommenden 3 bis 6 Monate gegenüber. Aus der Differenz ergibt sich die Liquidität. die Sie zur Verfügung haben, um Ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können.

Anders als bei der Buchführung, in der Sie nur die tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben festhalten, müssen Sie bei der Liquiditätsplanung Ihre geplanten und zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen. Diese sollten Sie nach den Rubriken (Konten) erfassen, die Sie auch für Ihre Buchführung nutzen (z.B. Warenverkäufe, Personalkosten, Bürokosten usw.).

Basis Ihrer Liquiditätsplanung sind zunächst die "Offenen Posten" aus dem Kunden- und Lieferantenbereich, die Sie aus der Buchhaltung, einer Auftragsbearbeitungs- oder Materialwirtschaftssoftware mit Bestellverwaltung erhalten. Berücksichtigen Sie auch aktive, noch nicht gelieferte oder berechnete Kundenaufträge und Bestellungen bei Lieferanten, wie Sie in Auftrags- und Bestellübersichten zur Verfügung stehen sollten. Für weiter in der Zukunft liegende Planunsgzeiträume können Sie die Zahlen Ihrer Umsatzplanung verwenden.

 

Betriebliche Kennzahlen

 

Langfristig kann ein Unternehmen nur dann erfolgreich sein, wenn zumindest die wichtigsten Kennzahlen des Unternehmens bekannt sind. Viele, gerade klein- und mittelständische Unternehmer sind der Meinung, Entscheidungen aus dem Bauch heraus treffen zu können, anstatt sich mit den Kennzahlen auseinander zu setzen.  Das kann lange Zeit gut gehen - muss es aber nicht.

Viele betriebliche Kennzahlen wie beispielsweise Eigenkapitalquote oder Umsatzrendite kennen Sie vermutlich bereits. Welche Kennzahlen für Sie außerdem interessant sein könnten, haben wir auf einer eigenen Seite zusammengestellt.

 

Budgetierung

 

Mit dem Budget geben  Sie die Vorgaben, was zu erreichen ist.  Über das Controlling stellen Sie sicher, dass Sie auf dem richtigen Weg sind und auch in Zukunft dort bleiben werden.

Mit der Erstellung eines Budgetplans beginnen Sie am besten im letzten Quartal des Jahres. Basis Ihrer Planung sind dabei die Zahlen der letzten Summen- und Saldenlisten bzw. der BWA. Berücksichtigen Sie bei den Budgetzahlen für das kommende Jahr absehbare Kostenentwicklungen, geplante Umsatzsteigerungen, Investitionen, Offrten etc.. Der Budgetplan sollte bis Mitte Januar in der endgültigen Fassung vorliegen.

Im Mittelpunkt stehen die großen Posten. Es sind dies Waren- und Personalaufwand sowie Investitionen. Lassen Sie sich von Ihrem Steuerberater die Personalkosten für das kommende Jahr so genau wie möglich berechnen und ersparen Sie sich damit böse Überraschungen.

 

Deckungsbeitragsrechnung/Nachkalkulation

 

Mit der Deckungsbeitragsrechnungerfahren Sie, welcher Kunde und welches Produkt zu Ihrem Unternehmenserfolg beitragen.

Deckungsbeitrag = Verkaufserlös - variable Kosten

Variable Kosten sind diejenigen Kosten, die ausschließlich in Zusammenhang mit der Herstellung eines Produkts/einer Dienstleistung entstehen, also Waren, Produktivlöhne, Energie. Im Gegensatz dazu stehen die Fixkosten, die auch zu berücksichtigen sind, wenn kein Umsatz generiert wird, zum Beispiel die Leasingraten für Maschinen und Anlagen.

 

Grundlage der Deckungsbeitragsrechnung ist die Auftragsnachkalkulation, die isoliert betrachtet keine besondere Aussagekraft hat. Erst durch die Zusammenfassung der Auftragsergebnisse eines Kunden erfahren Sie die Bedeutung des Kunden am Unternehmenserfolg. Eine Zusammenfassung nach Produkten/Produktgruppen hilft Ihnen auch, Bereiche mit besonderer Ertragskraft zu ermitteln und solche, in denen noch nachgebessert werden sollte.

 

Kundenanlayse

 

Wer Produkte und Dienstleistungen verkaufen will, muss seine Kunden gut kennen. Informationen über bestehende und potenzielle Kunden helfen Ihnen dabei

  • bestehende Produkte und Dienstleistungen zu verbessern
  • neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln
  • den Kundenservice und interne Prozesse zu verbessern
  • neue Kunden und Zielgruppen zu erschließen

 

Ziele der Kundenanalyse können sein:

  • eigene Stärken und Schwächen aus Sicht des Kunden erkennen
  • Mängel am Angebot erkennen und beseitigen, bevor die Kunden daraus die Konsequenzen ziehen
  • die Kundenorientierung bei den eigenen Mitarbeitern verbessern

 

Soll-Ist-Vergleich

 

Er ist das Standardinstrument des Controllings. Mit ihm können Sie erkennen, ob Sie Ihre Ziele erreicht haben oder nicht. Wenn nicht, waren Ihre Maßnahmen nicht gut genug (oder nicht die richtigen), oder Ihre Ziele waren zu ehrgeizig. Erst der Soll-Ist-Vergleich zwingt Sie dazu, Ziele neu zu stecken oder Maßnahmen zu überdenken.

 

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