Wenn Zeit und Geld knapp werden und gleichzeitig die Komplexität zunimmt, kann man nicht mehr so weiterwirtschaften wie bisher. Eine schnellere und wirtschaftlichere Bewältigung sich rasch ändernder Aufgaben ist unverzichtbar geworden. Dies gilt umso mehr, als die wirtschaftliche Entwicklung eine Dynamik in bisher nicht gekanntem Ausmaß entwickelt hat.
Ziel sämtlicher Überlegungen ist die Erhaltung bzw. Wiedererlangung der Ertragskraft des Unternehmens. Je nach Art und Umfang der geplanten Veränderungen kommen grundsätzlich zwei Ansätze in Betracht.
Reorganisation
Die Reorganisation betrifft stets nur ausgewählte Einzelbereiche des Unternehmens. Ansätze für eine Reorganisation sind in kleinen und mittelständischen Unternehmen in erster Linie die funktionalen Prozesse der gesamten Wertschöpfungskette von der Angebotsabgabe bis zur Lieferung bzw. Fakturierung und die Vernetzung der IT-Technologie (siehe auch Ablauforganisation).
Reengineering
Das Reengineering ist im Gegensatz zur Reorganisation ein ganzheitlicher Ansatz, der vor allem in der Unternehmenskrise interessant wird. Wenn nämlich das bestehende Unternehmenskonzept ein längerfristiges Überleben des Unternehmens nicht mehr gewährleistet, muss das Unternehmen zwangsläufig neu ausgerichtet werden, beispielsweise mit einem am Kundennutzen orientierten Servicekonzept. Aus Bestehendem wird Neues.